2003 zeigte die Naturbühne Viel Lärm um nichts, Aladdin und Dornröschen. Hier die zugehörigen Pressestimmen.

Viel Lärm um nichts

von William Shakespeare, übersetzt von Frank Günther

Bearbeitung & Regie // Jörg Albrecht und Christian Claas

 

Die Anlässe für die Streitereien in Shakespeares Liebes-Verwirrspiel sind nichtig.

Die Art, wie die Paare ihre Duelle mit Worten ausfechten ist mehr als 400 Jahre nach der Uraufführung immer noch aktuell: Anderthalb Stunden machen 22 Darsteller der Naturbühne »Viel Lärm um Nichts«.

Die beiden Jungregisseure Jörg Albrecht und Christian Claas haben aus diesem »Nichts« ein burleskes, wunderbar leichtes Spiel um die Liebe gemacht - eine hübsche, amüsante Sommerkomödie. (...)

Den Wortwitz des englischen Dramatikers, Mantel- und Degen-Romantik und die Maskeraden von Gesichtern und Seelen stellen die beiden Regisseure in ihrer Debüt-Inszenierung eines großen Erwachsenen-Klassikers heraus. Und können bei diesem turbulenten Versteckspiel der Gefühle auf ein vorzüglich besetztes Ensemble vertrauen.

Ruhrnachrichten Dortmund, 16. Juni 2003

 

(...) Benedikt aus Padua und Angehöriger des Gefolges von Don Pedro und Leonatas Nichte Beatrice haben sich kaum wiedergesehen, da entflammt ihre alte Hassliebe aufs neue. Mit viel Esprit und Tempo zanken die beiden Streithähne (temperamentvoll gespielt von Moritz Riesewieck und Patrizia Carlucci) aufeinander ein und überschlagen sich in der Bemühung, den anderen vorzuführen. (...)

Für Recht und Ordnung in Messina sorgen die Amtmänner Holzapfel und Schlehwein (ausgesprochen komisch gespielt von Sonja Wernikowski und Britta Böes), die sich mit dem Ruf »Seid allergisch!« zur Arbeit anstacheln. (...)

WAZ Dortmund, 16. Juni 2003

Aladdin

Orientalisches Kindermusical

von Jörg Albrecht und Moritz Riesewieck

mit Musik von Christian Claas

 

(...) Das orientalische Kindermusical »Aladdin« von Jörg Albrecht und Moritz Riesewieck ist ein phantasievolles Stück, das die Tausendundeinenacht-Geschichte mit wenigen Handgriffen in unsere Gegenwart holt. Die peppige Musik von Christian Claas tut ein Übriges und bringt sogar den auf seinem gelben Thron etwas träge wirkenden Sultan zu einem kühnen Hüftschwung beim Bauchtanzwettbewerb. Das orientalisch angehauchte Bühnenbild und die schönen bunten Kostüme hätten bei der Premiere am Samstag noch besser gewirkt, wenn die Sonne einmal einen Blick durch die dichte Wolkendecke (...)

auf die Schauspielerinnen und Schauspieler geworfen hätte, die ihre ganze Energie in eine gelungene Aufführung steckten.

WAZ, 7. Juli 2003

Dornröschen

nach den Brüdern Grimm

Bearbeitung & Regie // Florence Behm und Jost op den Winkel

 

(...) In kleiner Besetzung - mit vier statt 13 Feen - wird die berühmte Geschichte schnörkellos erzählt. Ein bisschen Selbstironie gönnt sich die Inszenierung (weil beim Laienspiel ja eh nie alles klappt). So darf der Trompeter, der das Königspaar mit unbotmäßigem Gekrächze ankündigt, treuherzig sagen: »Tut mir Leid, das übe ich noch mal.«

Viel Platz lässt die Inszenierung einem armen Feldarbeiter (Andreas Tschech), der den Rahmenerzähler gibt und der Dornröschens 100 verschlafene Jahre unbeschadet und ohne jedes Altern übersteht (naja, wir sind ja im Märchen). Die imposantesten Auftritte hat natürlich die böse Fee. Nebel umwabbert sie, wenn sie flucht und Prinzen in den Abgrund schickt. In der zweiten Reihe der Besetzung sammelt Kea Güldenstern Sympathiepunkte. Als schlecht gelaunte Köchin meckert sie so scheppernd wie 100 stürzende Teller. (...)

WR Dortmund, 2. September 2003

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