Viel Lärm um nichts



»Shall I compare thee to a summer's day?« - »Vergleich ich dich mit einem Sommertag?«. So beginnt eines der schönsten Sonette Shakespeares. Wer dieses »du« ist, darüber zerbrechen sich seit Jahrzehnten Wissenschaftler die Köpfe. Dabei liegt die Antwort gar nicht so fern. Genauer gesagt: In der kleinen sizilianischen Stadt Messina. Dort zumindest sitzt der Schreiber dieses Sonetts, und seine Muse gehört zum Gefolge der Gouverneurin Leonata.

Als der Fürst Don Pedro und sein Gefolge aus der Schlacht zurückkehren, machen sie Halt in Messina. Kaum angekommen, verliebt sich Graf Claudio in die schöne, stille Hero, die Tochter Leonatas – sehr zum Unmut seines besten Freunds Benedikt. Der fragt: »Werde ich je einen Junggesellen von sechzig sehen?« und liegt selbst im ständigen und bitterbösen Wortgefecht mit Heros Kusine Beatrice.

Und so kommt es zu allerlei Intrigen in der lauen Sommerluft Siziliens: Claudio und Hero werden verkuppelt, und auch Beatrice und Benedikt sollen bis zur Raserei ineinander verliebt gemacht werden. Alles könnte so einfach sein, wenn da nicht Don John, der intrigante Bruder Don Pedros, seine Finger im Spiel hätte. Dank ihm lässt Claudio Hero vor dem Altar fallen.

Zum Glück gibt es die beiden dusseligen Beamten Holzapfel und Schlehwein, ohne die die Wahrheit zwar auch ans Licht kommen würde, aber weniger schnell und bestimmt nicht so lustig!

Freuen Sie sich auf Liebesschwüre, Intrigen und Todeswünsche; auf wilde und zärtliche Balkonszenen; auf Degenkämpfe und einen rauschenden Maskenball; auf die kunstvollen Dialoge Shakespeares und ein junges Ensemble; auf italienische Gitarren und Sterne in den Ästen des Syburger Waldes.

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