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»Ich sprech von Träumen / Den Kindern unbeschäftigter Gehirne«, sagt Shakespeares Mercutio. In Romeo und Julia führen die Träume von Liebe schließlich zum Tod. In Peter Pan ist jeder Gedanke möglich und wirklich, jedes Als-Ob verwandelt sich im Land Nirgendwo zur Wirklichkeit. In Schneewittchen sind es die Träume der Königin von Schönheit und Macht, die vor nichts Halt machen und schließlich durch Freundschaft und Liebe aufgehalten werden.
Auch über das Ende des Theatersommers hinaus konnten diese Worte das Publikum und das Ensemble der Naturbühne begleiten. Im Herbst und Winter gab es zwei Produktionen auf der Studiobühne, die das Motto unserer Spielzeit noch einmal von anderen Seiten spiegelten. Auch sie setzten sich mit der Frage auseinander, wie Traum und Spiel die Wirklichkeit verhindern oder ersetzen können.
Robert Thomas' Die Acht Frauen war schon die Vorlage für den Film »Huit Femmes« von François Ozon. Eine Villa in der französischen Provinz, ein Toter und acht Verdächtige, acht Frauen – das ist der simple Plot. Eine Suche nach Indizien beginnt, die bei allen acht Frauen mehr als nur acht Leichen aus dem Keller hervorholt, und acht unterschiedliche Träume vom Leben. Das Detektivspiel wird zum Spiel darum, dass auch Worte töten können. Die Acht Frauen – Krimikomödie, Charakterstudie und Mordanalyse in einem.
Michael Endes Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch sorgte vor und nach Weihnachten für Aufregung. Denn diesen Trank, der alle guten Wünsche in ihr Gegenteil verkehrt, wollen Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl in der Silvesternacht brauen. Und das nur um ihr Soll an bösen Taten zu erfüllen. Doch zum Glück gibt es den Raben Jakob und den Kater Maurizio. Und zum Glück gibt es Spiele, die nicht nur Spiel sind, sondern Wirklichkeit werden.
Danke an alle Zuschauer, die die Naturbühne 2004 willkommen heißen durfte! Auf ein Wiedersehen!
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