Die Acht Frauen

von Robert Thomas, übersetzt von Franz Martin

Regie // Jörg Albrecht & Christian Claas

Premiere: 5. November 2004, 20 Uhr



Der frisch gefallene Schnee glitzert auf den Tannenzweigen und Wegen, noch sind keine Fußspuren zu sehen, und die Stille ist durchdringend. Kein Wunder, dass in dieser Idylle in der französischen Provinz ein Mord geschieht: Am Morgen vor Weihnachten liegt Marcel, der Familienvater, mit einem Messer im Rücken in seinem Zimmer. Acht Frauen fragen sich, wer ihn getötet haben kann. Und da die Hunde in der Nacht nicht gebellt haben, scheint eines klar:



Susanne // Der Mörder … oder besser: die Mörderin ist eine von uns!

 

Nach und nach macht sich jede der acht Frauen verdächtig: Gabys Ehe zu Marcel stellt sich als wenig glücklich heraus // Susanne, die ältere Tochter, hat etwas aus England mit nach Hause gebracht // Catherine, die Jüngere, plaudert allerhand Geheimnisse der anderen aus // die Großmutter Mamy lügt, um ihre Aktien für sich behalten zu können // Augustine, Gabys Schwester, hört nicht auf, die eingebildete Kranke zu spielen // die Köchin Madame Chanel kann ihre Spielsucht nicht länger verheimlichen // das Zimmermädchen Louise scheint ihre Stelle nicht nur wegen guter Zeugnisse bekommen zu haben // und Pierrette hat ihren Bruder Marcel selbst in dessen Ruin um Geld erpresst.

Eine Suche nach der Täterin beginnt, die nicht nur durch die Anzahl der Verdächtigen erschwert wird, sondern auch durch die Beziehungen der Frauen zum Toten und untereinander, durch ihre Manien, Neurosen und Träume.



Catherine // Eine von uns lügt, und sie ist die Mörderin. Aber sie kann sich verbergen, denn die übrigen lügen genau so … wenn auch aus anderen Motiven als die Mörderin.

 

Mit Robert Thomas’ DIE ACHT FRAUEN bietet die Naturbühne Ihnen zum ersten Mal seit Jahren endlich wieder ein Schauspiel auf der Studiobühne. Für den Winter 2005/06 ist es fest geplant, die Reihe der Studioschauspiele weiter zu führen.

2002 wurde die französische Komödie Huit Femmes, die aus den 1960ern stammt, von François Ozon verfilmt. Der simple Plot verbindet acht völlig unterschiedliche Frauengestalten. Auf der Bühne kommt es zur Suche nach Indizien, die bei allen acht Frauen mehr als nur acht Leichen aus dem Keller hervorholt. Mindestens acht Phantombilder treten zutage, und acht unterschiedliche Träume vom Leben. Das Detektivspiel wird zum Spiel darum, dass auch Worte töten können.



Augustine // Der einzige Mensch in diesem Haus war Marcel. Ihr habt ihn getötet, mit eurer Gemeinheit!

 








Acht Frauen // Gerlinde Bauer (Gaby), Janine Siepmann (Susanne), Svenja Mentler (Catherine), Ingrid Wernikowski (Mamy), Petra Vennebusch (Augustine), Florence Behm (Louise), Henrike Polduwe (Madame Chanel), Ines Haak (Pierrette)

Design und Realistion: EDV-Serviceteam
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