Romeo und Julia

von William Shakespeare

übersetzt von Frank Günther

Bearbeitung & Regie // Jörg Albrecht & Christian Claas



2005 wird es drei weitere Vorstellungen von Romeo und Julia geben, in der Rohrmeisterei Schwerte (12. bis 14. Februar, 20 Uhr).

Leises Leid der Liebenden. Naturbühne: Shakespeare zur Eröffnung

Nach viel Lärm, den die Naturbühne im vergangenen Jahr ganz turbulent »um Nichts« gemacht hat, hat die Bühne am Freitag die 52. Spielzeit mit einer leisen Inszenierung eines romantischen Shakespeare-Stückes eröffnet. »Romeo und Julia« haben die beiden Syburger Hausregisseure, Jörg Albrecht und Christian Claas, zeitgemäß für ein junges Publikum bearbeitet und mit einem deutlich verjüngten Ensemble auf die ebenfalls runderneuerte Bühne gebracht.

In der rot-gelben Veroneser Stadt-Silhouette sind die Mittelbühne und die Seitenbühne überbaut und – wie vieles in dieser Inszenierung – zu einer Einheit zusammengefügt. […] Ein Ensemblestück ist die Inszenierung der Jung-Regisseure – ein Stück, das vieles zur Einheit zwingt und fast filmisch wirkt. Z.B. durch die Musikuntermalung (Konzept: Christian Claas) […] In Kostümen und Sprache setzt das Regieteam dafür auf Kontraste. Moderne Jugendsprache der beiden Banden (blaue Kostüme: Capulets, orange: Montagus) und Shakespeares alte Verse verbinden sich harmonisch miteinander. […] Viele gute Darsteller hat das Ensemblestück, z.B. Bruder Lorenzo (Martin Müller) und die Amme. Getragen wird es von zwei Idealbesetzungen von Romeo (Jona Staepke) und Julia (Janine Siepmann), die fast zwei Stunden lang auf der Bühne wunderbar lieben und leiden.

 

Ruhr Nachrichten Dortmund, 21. Juni 2004

Romeo und Julias blitzlichtartige Dialoge. Premiere der Tragödie auf der Naturbühne Hohensyburg

[…] Im elisabethanischen Zeitalter war es noch relativ neu, dass nicht politische Intrigen oder Rache die Handlung bestimmten, sondern die Liebe zweier gesellschaftlich unbedeutender junger Leute die Grundlage für ein Trauerspiel bildete.

Recht aktuell haben Jörg Albrecht und Christian Claas den Stoff für die Naturbühne aufbereitet: Ähnlich wie in einem Film wird die ganze Zeit über die Lautsprecher Musik eingespielt, so dass der Zuschauer beinah den Eindruck gewinnt, er säße im Kino. […]

Das Bühnenbild von Christian Claas ist raffiniert gestaltet. Selbstverständlich fehlt der berühmte Balkon nicht, so dass Janine Siepmann – eine recht bezaubernden Julia – und Jona Staepke als Romeo den passenden Hintergrund für ihre großen Liebeszenen haben. […]

 

WAZ Dortmund, 21. Juni 2004


Liebesgeschichte hatte neue Premiere

[…] die Sprache des englischen Dramatikers ist zwar zuerst gewöhnungsbedürftig, doch dann hat der Zuschauer Spaß an den mit Deftigkeiten garnierten Dialogen.

Die Inszenierung durch Jörg Albrecht und Christian Claas ging unter die Haut: Die Rollen waren ausgezeichnet besetzt, besonders die Titelrollen mit Janine Siepmann und Jona Staepke, das Bühnenbild stimmte und die Begleitmusik war ebenfalls sorgfältig ausgesucht worden. […] Die jungen Regisseure hatten, ohne in die Handlung einzugreifen, Schnitte gemacht, um die Shakespearsche Fassung auf »Naturbühnen-Länge« zu bringen. Die Beiden setzten dabei auf einen wortgewaltigen Frauenchor, der die Handlung voran treibt, auf die Dynamik der Dialoge, filmartige Schnitte und in erster Linie auf ihre engagierten Hohensybuger Darsteller. […]

 

Westfälische Rundschau Dortmund, 21. Juni 2004

Szenen-Applaus für Romeos Liebes-Monolog. Eindrucksvolle Shakespeare-Inszenierung auf der Naturbühne

[…] Janine Siepmann überzeugte als Julia und auch Romeo (Jona Staepke) gefiel dem Publikum. Für seine Liebes-Monologe erhielt er Szenenapplaus.

[…] Doch die Inszenierung des Dramas orientierte sich nicht nur an der bald endenden Liebesgeschichte der Kinder zweier verfeindeter Familien. Es wurde auch Platz geschaffen für komödiantische Einlagen. Wenn Graf Paris (Christopher Bauer) versucht mit Tanzeinlagen á la John Travolta zu seinen besten Saturday-Night-Zeiten Julia zu beeindrucken, hat er die Lacher auf seiner Seite. […]

 

Westfalenpost Hagen, 21. Juni 2004

 



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