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von William Shakespeare
Regie: Florence Behm
Premiere // 16. Juni 2006, 20.30 Uhr
Hermia liebt Lysander und Lysander liebt Hermia. So weit, so gut. Aber zusätzlich liebt Helena Demetrius. Nur dass Demetrius Hermia liebt und heiraten soll. So sind die vier Liebenden ineinander verwoben. In der Stadt allein ist es schon kompliziert genug mit der Liebe. Kein Wunder, dass sich im Wald, in den die Vier flüchten, ihre Gefühle noch mehr verirren.
Nicht ohne Schuld daran sind Elfenkönig Oberon und seine rechte Hand Puck. Das dynamische Duo hat sich eine leuchtende Blume gepflückt, mit der sie nun die Augen verzaubern. Nicht nur die der vier jungen Liebenden. Auch Oberons rebellische Gattin Titania soll sich verlieben. Ein Glück, dass eine Gruppe theater-ambitionierter Handwerker im Wald ihr Stück probt. Die Nacht steuert ihrem Höhepunkt zu: Menschliche Esel verwandeln sich in tierische. Freundinnen in Feindinnen. Und verliebte Augen in verblendete. Einiges wird angezettelt, und so mancher verzettelt sich.
Shakespeares A Midsummer Night’s Dream ist noch über vierhundert Jahre nach seiner Uraufführung ein Garant für eine bezaubernde und zugleich erschreckende Liebesnacht. Florence Behm inszeniert dabei im Syburger Wald eine neue Übersetzung, erarbeitet von Jörg Albrecht.
Es geht darum, wie ein Saft ins Auge getropft wird und damit die Herzen und das Sehen verwandelt. Es geht um die Tragik und Komik der Liebe: Wie gespielt ist die echte Liebe, wie echt die gespielte? Und deshalb geht es auch um den Kampf zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen, um die kleinen Grausamkeiten der Liebe. Mit Worten tragen Shakespeares Figuren ihre Kämpfe aus, und Zettel, der Weber, und Titanias Elfen weben aus den Ängsten, Hoffnungen und Sehnsüchten einer einzigen Nacht einen großen Traum.
Zettel. Das menschliche Auge hat nichts gehört, das menschliche Ohr hat nichts gesehen, die menschlichen Hand hats nicht abgetastet & die Zunge nicht begriffen, noch sein Herz berichtet, was mein Traum war. Ich werde Peter Squenz dazu bringen, mir eine Ballade zu schreiben, aus diesem Traum heraus. Sie soll Zettels Traum heißen, weil alles darin angezettelt ist & alles sich mit allem verzettelt & fällt, ohne einen festen Boden zu haben.
SOMMERNACHTSTRAUM – ein Konzentrat aus Romantik, Komik und übermenschlicher Energie.
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