Ronja Räubertochter

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Ronja Räubertochter und Birk Borkasohn

Inhalt & Inszenierung

Zum Donnerdrummel und Zurück

Mitten in einer dunklen Gewitternacht, in der die Druden nur so schreien und der Donner nur so rollt und grollt, geschieht es plötzlich: Die Räuberburg von Hauptmann Mattis, dem mächtigsten Räuberhauptmann in den Bergen und Wäldern wird von einem grellen Blitz mitten in der Mitte durchgeschlagen und bricht in zwei Teile. Aber mitten in dieser dunklen Gewitternacht, in der Druden kreischen und Räuberburgen mitten in der Mitte durchbrechen, wird ein kleines Räuberkind geboren.

Ronja Räubertochter!

Und für eine Räubertochter gehört es sich schließlich ein Gewitterkind zu sein. Für eine Räubertochter gehört es sich aber auch den Räuberwald kennen zu lernen und frei und wild zu sein. Wild und frei ist die kleine Ronja schon aber den Räuberwald kennt sie noch nicht. Schweren Herzens und mit vielen guten Ratschlägen auf der Zunge, lässt Mattis seinen kleinen Sonnenschein schließlich ziehen.

Im Räuberwald will Ronja lernen sich vor so mancher Teufelei in Acht zu nehmen. Vor den gruseligen Graugnomen zum Beispiel, vor denen man keine Angst haben darf, oder vor den wütenden Wilddruden, die kreischend über ihrem Kopf kreisen und natürlich muss sie sich auch vor dem Höllenschlund hüten, der tiefen Schlucht, die die Burg der Räuber in zwei Hälften teilt. Aber hier ist sie nicht mehr allein, hier trifft sie doch tatsächlich auf ein anderes Räuberkind.

Birk Borkasohn!

Das ist der Sohn der verfeindeten Räuberbande aus dem Borkawald und die sind einfach in die andere Hälfte der Mattisburg eingezogen, ohne zu fragen! „Das sind alles Hosenschisser, die sollen sich zum Donnerdrummel scheren“, sagt Mattis der Räuberhauptmann und schäumt vor Wut. Aber muss ein guter Räuber überhaupt fragen? Das weiß Ronja auch nicht so genau, aber sie weiß schnell, dass Birk kein Feind sondern ein Freund, sogar wie ein Bruder ist.

Ronja mag Birk sehr gern und Birk mag Ronja.

Was die verfeindeten Räubersippen dazu sagen und welchen Abenteuern sich die beiden Räuberkinder stellen müssen, könnt ihr mit Ronja und Birk gemeinsam erleben. Traut ihr Euch, oder seid ihr Hosenschisser...?

 

„Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern.“

Astrid Lindgren – Einblick in das Leben eines freien Menschen

 

Vor einhundertundvier Jahren, mitten im Winter, in einem roten Haus in Vimmerby, das ist eine Stadt im Süden von Schweden, erblickt die wunderbare Astrid Lindgren das Licht der Welt. Damals heißt aber noch gar nicht Lindgren mit Nachnamen, sondern Ericsson, genau genommen heißt sie Astrid Anna Emilia Ericsson. Als Astrid noch ein Kind ist, beschließt sie niemals eine Schriftstellerin zu werden. Deshalb arbeitet sie, als sie groß genug dazu ist, erstmal bei einer Zeitung. Als ihr das langweilig wird, lässt sie sich zur Sekretärin ausbilden. Als sie 19 Jahre alt und Sekretärin ist, geht sie nach Stockholm und verliebt sich in Sture Lindgren. Zum Glück verliebt sich Sture auch in Astrid und heiratet sie schließlich. Von nun an heißt Astrid Ericsson, Lindgren mit Nachnamen.

Als Astrids Tochter Karin einmal krank im Bett liegen muss, bittet Karin die Mutter ihr die Geschichte von Pippi Langstrumpf zu erzählen. Astrid Lindgren erfindet die vielen fabelhaften Abenteuer des stärksten Mädchens der Welt und Karin wird wieder gesund. Nun beschließt Astrid, ihren kindlichen Vorsatz niemals Schriftstellerin zu werden, über den Haufen zu werfen und erfindet die vielen, vielen wunderschönen Kindergeschichten, mit denen sie zu großem Ruhm kommt und eine Menge Preise gewinnt. 1981 schließlich, das ist nun 30 Jahre her, schreibt sie das Buch „Ronja Räubertochter“, das seine Leser noch immer begeistert. „Ronja“ wird in viele verschiedene Sprachen übersetzt und zu einem Erfolg auf der ganzen Welt. Die Geschichte wird sogar verfilmt und als Film und Fernsehserie gezeigt. „Ronja Räubertochter“ ist das letzte Buch, das Astrid Lindgren geschrieben hat. Ihr Einfühlungsvermögen und die Gabe, den Kindern durch ihre Bücher Mut zu machen und ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass das Leben gut gelingen kann, wenn man an sich glaubt, machen Astrid Lindgren zu einer so besonderen und auf immer unvergessenen Schriftstellerin.

„Wenn ich auch nur eine einzige düstere Kindheit erhellen konnte, bin ich zufrieden.“

Astrid Lindgren

 

Frühlingsschreie und Hosenschisser

In diesem Sommer nehmen wir Euch alle mit, tief in den Räuberwald von Ronja Räubertochter. Im Rahmen der „Romantischen Märchennacht“ widmet sich Theaterpädagogin und Regisseurin Kirstin Cramer dem wunderbaren Kinderbuch-Klassiker über Freundschaft, Mut und Freiheit. Ein fast 40 köpfiges Generationen-Ensemble wird sich in eine wilde Räuberhorde verwandeln und die Syburger Wälder unsicher machen. Wir werden für euch tanzen und springen, schreien und singen, weinen und lachen, wir werden gegen einander kämpfen, uns streiten nur um uns zu versöhnen. Aber vor allem werden wir mit Euch und durch die traumhafte Geschichte von „Ronja Räubertochter“ das Gefühl von Freiheit spüren und lernen, was es heißt für einander da zu sein.

 

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