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Boston, MA USA im April 1967. Es ist Frühjahr und Zeit für etwas Neues oder etwas Anderes. Aber haben die Menschen überhaupt einen Plan und wissen wozu sie sich schließlich entscheiden sollen? Die Wilden treten vielleicht den Hippies bei und denken an den Sommer, die Unglücklichen werden in den Krieg eingezogen und die 18 jährige Susanna Kaysen verlässt die wirkliche Welt. Sie ist die einzige in der Geschichte ihrer High School, die nicht für das College zugelassen wird. Was niemand weiß, Susanna leidet unter Ängsten und Depressionen. Sie kann mit sich und der Welt nichts anfangen, zumindest fühlt sie es so. Dieses Gefühl vom Alleinsein, von Ausgeschlossenheit und einer endlos scheinenden Planlosigkeit kann nur zu einer Entscheidung führen: fünfzig Aspirin und Vodka. Susanna versucht sich das Leben zunehmen, alles ausschalten ist besser als weitere Entscheidungen treffen zu müssen. Doch sie wird gerettet. Ein Psychologe diagnostiziert die Persönlichkeitsstörung Borderline. Susanna kann die Diagnose lesen, aber nicht verstehen und geht in die Frauenabteilung der Psychiatrie McLean Hospital. Sie begegnet dort anderen Mädchen mit verschiedenen Krankheiten. Eine andere Welt, in der ein anderes Leben für Susanna beginnt. Sie lebt jetzt mit Georgina, Polly, Daisy, Janet und Lisa zusammen. Georgina lügt wie gedruckt, Polly leidet an einer sich selber zugefügten Entstellung, Daisy scheint vollkommen verstört, Janet findet sechsundsiebzig Pfund perfekt und Lisa rebelliert und ist soziopathisch. Susanna freundet sich allmählich mit den Mädchen an und beginnt ihre Therapie. Die Welt des McLean Hospitals ist anders, es ist die Welt der Verrückten, der Kranken und der Kaputten, die vielleicht wieder repariert werden können oder nicht. Ein ganz anderes Universum wie es Susanna erscheint. Dort wird nun für sie entschieden: wann sie zur Therapie geht, wie viele Tabletten sie schlucken muss, ob sie in den Park darf und ob sie Fortschritte macht. Susanna Kaysen liest ihre Diagnose. Immer und immer wieder formen sich die Buchstaben B O R D E R L I N E und ergeben ein Wort und keine Bedeutung. Nur eines weiß Susanna: sie will wieder raus aus dem Irrenhaus, weg aus der anderen Welt und wieder eigene Entscheidungen treffen. Doch dafür muss sie ihre Diagnose verstehen.
@ Myspace -> Girl Interrupted
Pressestimmen hier
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zum Projekt:
Wir haben den Sommer abkühlen lassen und uns für die kommende Saison im Herbst nach langer Zeit endlich wieder einem Stück für Jugendliche gewidmet. Girl, Interrupted steht nun aufführungsbereit für Euch da. Es gibt jedoch noch etwas, das wir Euch zu diesem Stück sagen wollen. Wir haben uns zwei Fragen gestellt: Was wollen wir eigentlich? Und: Was wollen wir eigentlich nicht mit unserem Stück erreichen? Theater spielen und gutes Theater zeigen ist die eine Sache. Klar, das wollen wir. Wir wollen gut spielen, wir wollen gute Kostüme tragen, wir wollen gut geschminkt sein. Wir wollen Euch Verrücktheit zeigen. Die Verrücktheit mit all ihren Facetten. Was bedeutet überhaupt verrückt? Verrückt hört man so oft und überall. Es heißt vielleicht so etwas wie gesellschaftlich nicht angepasst, also aus der Allgemeinheit verrückt oder verschoben aus dem Bild, das allen anderen gefällt, nur einem selbst nicht. Das zeigen wir Euch auf der Bühne, aber ohne Effekthascherei! Ohne viele Requisiten ohne ein großartiges Bühnenbild. Nur wir für Euch. Echte Verrücktheit. Obwohl wir die Geschichte von Susanna, Lisa, Georgina, Polly, Janet und Daisy nur spielen, steckt auch ein Teil von uns in dem Stück. Und wir sind uns sicher: auch von Euch! Was das Stück zeigt, sind Gefühle, die jeder von uns kennt. Das Alleinsein, die Niedergeschlagenheit, das völlige Fertigsein, die Unzufriedenheit mit sich selbst, das Gefühl von allen anderen ausgeschlossen zu sein, das Gefühl etwas anderes zu sein als das, was alle als normal bezeichnen, das Gefühl mit der bösen Welt einfach nicht mehr klarzukommen. Aber sind wir deswegen verrückt? Nein! Oder doch, aber wenn, dann sind wir es alle. Seit dem Beginn der Welt gibt es auch diese zweite, andere Welt. Eine mit Problemen und schwarzen Löchern, in die wir hineinfallen, wenn wir nicht aufpassen. Es gibt verschiedene Methoden, um uns von den schwarzen Löchern und der drohenden Verrücktheit zu bewahren: erzählen, reden, Erfahrungen austauschen, Tipps geben, handeln. Wir wollen uns durch das Theaterspielen auseinandersetzten mit den Gedanken, die junge Mädchen - damals wie heute – bewegen.
Janet. Ich wiege auch zu viel, schon immer
Georgina. Ich weiß, was passiert ist. Ich schaue mich um,
einfach um zu sehen ob das jedem passiert ist,
aber alle anderen sind nur gefangen von dem Film
Susanna. Ich bin für nichts gut, ich bin dumm, ich kann nichts
Das Stück soll Mut machen. Es zeigt Euch, dass niemand mit seinen Problemen alleine ist. Es ist eine große Aufgabe für uns nicht nur ein gutes Theaterstück zu zeigen, sondern Euch damit eine Nachricht zu schicken und Euch zu zeigen, dass es falsch ist zu sagen: Ich bin alleine und keiner hilft mir.
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