Tintenherz

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„Wenn du ein Buch auf eine Reise mitnimmst, dann geschieht etwas Seltsames. Das Buch wird anfangen deine Erinnerungen zu sammeln. Du wirst es später nur aufschlagen müssen und wirst wieder dort sein, wo du zuerst darin gelesen hast. Mit den ersten Wörtern wird alles zurückkommen. – Die Bilder, die Gerüche, das Eis, das du beim lesen gegessen hast.

Glaub mir, Bücher sind wie Fliegenpapier!

An nichts haften Erinnerungen so gut, wie an bedrucktem Papier...“

 

 

Inhalt

Als der Buchbinder Mo, seiner Frau und seiner kleinen Tochter, eines abends aus einem unscheinbaren Buch vorliest, geschieht das Unglaubliche. Durch seine zauberhafte Stimme gelockt, treten die Figuren, eine nach der anderen, aus ihrer eigenen Geschichte mitten in unsere Wirklichkeit. Der Bösewicht Capricorn, gefolgt von seinen zwei treuen Begleitern, Basta und Flachnase, und der undurchsichtige Gaukler Staubfinger verlassen die bedruckten Seiten. Doch wenn etwas aus einer Geschichte in die Wirklichkeit gelesen wird, so muss etwas aus der Wirklichkeit in die Geschichte hineingehen. Im ersten Moment fällt es Mo gar nicht auf, viel zu sehr ist er damit beschäftigt, die gefährlichen und bösen Gestalten von seiner Tochter fern zu halten. Doch als die Figuren zur Tür hinaus, in die, für sie, fremde Welt geflohen sind, trifft ihn die Erkenntnis hart. Resa, seine geliebte Frau, ist wie vom Erdboden verschluckt.

Zu Beginn der Handlung liegt all das viele Jahre zurück. Doch Mo hat das Geschehene nie vergessen. Und was ist mit Meggie, seiner kleinen Tochter? Meggie ahnt von all dem nichts, doch eines Abends wird auch sie von der Vergangenheit eingeholt.

Ein ganz normaler Abend für die kleine Meggie, Abendessen mit Mo, ihrem heiß geliebten Vater, die üblichen Ausreden, warum sie noch längst nicht ins Bett gehen muss und dann, heimlich bei Kerzenschein, in eines ihrer Lieblingsbücher eintauchen.

Doch plötzlich steht jemand am Fenster. Meggie ist erschrocken, der Fremde, mit den vielen Feuernarben, macht ihr Angst. Aber Mo lässt ihn tatsächlich ins Haus, man kennt sich scheinbar. Dann ein belauschtes und sehr verwirrendes Gespräch, gefolgt von einem hastigen, ja fast panischem Aufbruch. Meggie ist entsetzt. Wer ist der Fremde, den ihr Vater ängstlich Staubfinger nennt? Wer ist dieser Capricorn, vor dem sie nun weglaufen müssen? Und warum wird Mo, auf einmal, von aller Welt Zauberzunge genannt?

 

Kommt mit Meggie und Mo, der lustigen Tante Elinor, Staubfinger, Farid und Fenoglio und all den anderen phantastischen Figuren auf eine Abenteuerreise, die Ihr so schnell nicht vergessen werdet, mitten in die Tintenwelt, der Bücher und Geschichten. Und vielleicht kommen die Bücher und Geschichten dann ja auch zu Euch...

 

 

Tintenherz an der Naturbühne

Mit dem Stück „Tintenherz“ geht die Naturbühne nach dem „Wunschpunsch“ in der vergangenen Saison, in die zweite Runde der „Romantischen Märchennacht“. Die Romantik liefert die malerische Atmosphäre der Syburger Wälder, märchenhaftes bietet die Geschichte selbst. Mit „Tintenherz“ widmet sich Regisseurin Kirstin Cramer dem ersten Teil der Tintenwelt-Trilogie aus der Feder von Cornelia Funke. Es ist eines der beliebtesten Kinder- und Jugendbücher der letzten Jahre. Nachdem es im Jahr 2003 erschien, ist die phantastische Geschichte mehrfach ausgezeichnet worden. „Tintenherz“ wurde in 23 Sprachen übersetzt und zählt zu den internationalen Bestsellern. An der Naturbühne wird ein junges, dynamisches Ensemble eindrucksvoll dafür sorgen, dass der Zuschauer in die wunderbare Tintenwelt eintauchen kann. Stark ausgearbeitete Charaktere, mal witzig, mal geheimnisvoll aber auch einige durchtriebene Bösewichte werden die Zuschauer an die Bänke fesseln. Unterstützt von Musik, Tanz, Artistik und Feuerjonglage wird das „Tintenherz“ nicht nur zu einem Augenschmaus für kleine Gäste, sondern hat auch das Potential große Zuschauer zu begeistern.

Cornelia Funke - Die Autorin

Cornelia Funke ist am 10.Dezember 1958 in Dorsten, Nordrhein-Westfalen, geboren. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen dieser Zeit. Als Diplompädagogin arbeitete sie mehrere Jahre auf einem Bauspielplatz, während sie nebenbei Buchillustration studierte. Über ihre Arbeit als Illustratorin von Kinderbüchern kam sie selber zum Schreiben. Der internationale Durchbruch kam im Jahr 2002, als ihr Buch „Herr der Diebe“ in den USA erschien und dort über vier Monate in den US-Bestseller-Listen verweilte.

Die Gesamtauflage ihrer Bücher lag Ende 2005 bei etwas über 10 Millionen Exemplaren. Viele Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt, sodass sich auf beinahe der ganzen Welt, sowohl große als auch kleine Leser, in die wunderbaren Geschichten Funkes stürzen können.

Werke wie „Der Herr der Diebe“, „Die wilden Hühner“ und der erste Teil der Tintenwelt-Trilogie „Tintenherz“ sind bereits verfilmt worden. Funke wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, 2005 wurde sie vom TIME Magazine zu den 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten gezählt.

 

Funke über sich

Wenn euch ein Erwachsener weismachen will, dass ihr vermutlich mit 11, aber spätestens mit 18 wisst, was für einen Beruf für euch der richtige ist, dann glaubt ihm kein Wort.

Probiert viel aus, um herauszufinden, welche Arbeit euch so viel Spaß macht, dass ihr den Rest eures Lebens damit verbringen wollt, sie zu tun. Meine Arbeit – das Bücherschreiben – macht mir so viel Spaß, dass ich gar nicht ohne sie leben könnte. Als Kind wollte ich Astronautin oder Pilotin werden. Erst im steinalten Alter von 35, entdeckte ich, dass ich eine Geschichtenerzählerin bin – und dass ich nichts lieber und nichts besser kann.

 

Funke über Tintenherz

Als ich begann, „Tintenherz“ zu schreiben, ahnte ich nicht, dass diese Geschichte in meinem Kopf wachsen würde, bis sie mehr als ein Buch füllt. Ich wollte schon lange eine Geschichte schreiben, in der Gestalten aus Büchern lebendig werden, denn welcher Büchersüchtige kennt das Gefühl nicht: dass einem Figuren aus einem Buch echter vorkommen und näher sind als Menschen, die man aus dem echten Leben kennt? Die Erklärung ist einfach. Welcher echte Mensch erlaubt es einem schon, so tief in sein Herz zu blicken, wie ein Geschichtenerzähler es uns bei seinen Figuren erlaubt? Bis in die tiefste Seele dürfen wir spitzeln, alle Angst, alle Liebe, alle Träume sehen.

 

 

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